Beilngries entscheidet das Derby für sich

Die erste Fußballmannschaft des 1. FC Beilngries hat in der Bezirksliga Oberpfalz Süd das Derby gegen den TV Riedenburg gewonnen. Nach einem Treffer von Johannes Karch sowie einem von Felix Winter verwandelten Foulelfmeter stand es nach 90 Minuten 2:0 (1:0).
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Unter dem Strich war der Erfolg des FCB verdient. Der TVR hatte im gesamten Spiel nur zwei nennenswerte Gelegenheiten. Dagegen vergaben die Gastgeber mehrere hochkarätige Chancen. Allerdings mussten die Niederbayern nach der Gelb-Roten Karte für ihren Kapitän Sebastian Schmid die ganze zweite Halbzeit in Unterzahl spielen. Trotzdem hinterließen sie dabei einen besseren Eindruck als vor dem Seitenwechsel.

Nach dem kurzfristigen Ausfall von Routinier Robert Halser musste FCB-Spielertrainer Christoph Karch seine Mannschaft erneut umstellen. Jedoch klappte dies ganz gut, die Gastgeber hatten die Offensivkräfte der Niederbayern gut im Griff. Zunächst waren beide Mannschaften darauf bedacht, nicht in Rückstand zu geraten. Die Gäste machten schon im Bereich der Mittellinie die Räume eng und versuchten immer wieder, Torjäger Alexander Maier in Szene zu setzen. Abgesehen von einem Konter in der zweiten Halbzeit, bei dem er über das Tor schoss, blieb Maier jedoch wirkungslos.

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Nicht viel tat sich zunächst auch in der Offensive des FCB. Als sich die Abwehr des TVR aber nach gut einer Viertelstunde immer mehr Unsicherheiten leistete, änderte sich dies. In der 22. Minute setzte sich Christian Karg auf der rechten Außenbahn gekonnt durch und seine präzise Hereingabe verwertete Johannes Karch mit einem Kopfball ins kurze Eck zum 1:0. In der 35. Minute verpasste Vincent Krenn nach Vorarbeit von Stephan Karg das 2:0 nur knapp und in der 41. Minute schoss Johannes Karch aus acht Metern genau auf TVR-Torhüter Michael Pöppel. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff leistete sich der bereits verwarnte TVR-Kapitän Sebastian Schmid eine unnötige Attacke gegen FCB-Torwart Christoph Eberle. Er sah nach dieser Aktion die Gelb-Rote Karte.

In der zweiten Halbzeit waren die Rollen noch klarer verteilt. Die dezimierten Gäste setzten auf noch mehr Ballkontrolle und Konterversuche. Der FCB begnügte sich überwiegend mit der Verwaltung seines Vorsprungs. Für den größten Unterhaltungswert im zweiten Spielabschnitt sorgten indes einige kuriose Entscheidungen des Schiedsrichters. So hätte es in der 51. Minute nach einem Foul an Stephan Karg im Strafraum des TVR wohl einen Elfmeter für den FCB geben können. In der 74. Minute ignorierte der Unparteiische die Vorteilsregel, als er den alleine auf das Riedenburger Tor zulaufenden Krenn stoppte und einen Freistoß für den FCB verhängte.

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Nach einem Foul von TV-Akteur Wolfgang Kornprobst an Christian Höfler gab es einen Elfmeter, den Felix Winter unhaltbar verwandelte (72.). Sechs Minuten später zeigten die Gastgeber eine weitere schöne Kombination über Krenn und Höfler, aber dessen Zuspiel erreichte den einschussbereiten Jeton Shala nicht. Kurz vor dem Schlusspfiff schlug der eingewechselte Andreas Prennig nach einer Vorlage von Krenn freistehend über den Ball. Auf der Gegenseite gab es zwei nennenswerte Aktionen. Zunächst brachte Maier einen Konter des TVR nicht zum erfolgreichen Abschluss (62.). In der 88. Minute schlug Maier aus halbrechter Position eine Flanke vor das Tor. Stefan Schmid kam zum Kopfball, aber er traf genau FCB-Torwart Eberle. Durch den Sieg arbeitete sich der FCB auf den sechsten Tabellenplatz vor. Der TV Riedenburg bleibt Letzter. FCB-Coach Karch zeigte sich erleichtert über das gewonnene Derby (siehe eigenen Bericht). Riedenburgs Trainer Andreas Schäffer war nach dem Schlusspfiff zu keiner Stellungnahme bereit.

1. FC Beilngries: Eberle, Ch. Karg (62. Shala), Jul. Schmidt, Heimisch, St. Karg, Jaksch (86. Prennig), Joh. Schmidt, Höfler, Winter, J. Karch (90.+1 Ch. Karch), Krenn.

TV Riedenburg: Pöppel, Simon (90. Paulus), Hanke, St. Schmid, Wittmann, Kornprobst, Pollinger, Seb. Schmidt, Bader, Förstl (90. Mayer), Maier. Tore: 1:0 J. Karch (22.), 2:0 Winter (72., Foulelfmeter). Gelb-Rot: Seb. Schmid (TVR, 45., wiederholtes Foulspiel).

Quelle: Donaukurier

Debakel für den TV Riedenburg

Der TV Riedenburg hat vor heimischem Publikum ein Debakel erlebt. Im Spiel gegen das Tabellenschlusslicht Arnschwang trauten die Zuschauer ihren Augen nicht, denn am Ende musste sich der TV nach der bisher schlechtesten Saisonleistung mit 1:7 geschlagen geben.
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Arnschwang steht nach dem Sieg in der Tabelle der Bezirksliga Oberpfalz Süd nun sogar vor den Riedenburgern, die auf den letzten Rang abrutschten. Vor dem Spiel war schnell klar, dass es nicht einfach werden würde. Abwehrchef Stefan Schmid fehlte urlaubsbedingt, Sebastian Schmid und Michael Wittmann waren gesundheitlich angeschlagen und auch die Bank war mit zwei Ersatzspielern nur schwach besetzt. Trotzdem wollte der TV sich die Punkte sichern, was aber schon nach elf Minuten nicht mehr möglich war.

Bereits in der dritten Minute sah Arnschwangs Matthias Augustin, dass Michael Pöppel etwas zu weit vor seinem Tor stand und hob den Ball vom rechten Strafraumeck unter die Querlatte. Nur fünf Minuten später war der wieselflinke Dominik Gregori links durch, traf aber nur den rechten Pfosten – den Nachschuss setzte Martin Freimuth von der Strafraumgrenze flach zum 2:0 für die Gäste in die Maschen. Nachwuchsspieler Gregori sorgte weiterhin für viel Wind. Riedenburg verlor im Mittelfeld unnötig den Ball, der dann bei Gregori und schließlich im TV-Tor landete. Nach der nächsten Aktion hätte es sogar 0:4 stehen müssen, doch Pöppel verhinderte mit seiner Fußabwehr gegen Sandro Simml Schlimmeres.

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Das war offenbar der Weckruf für die Heimelf, denn nun begann eine starke Phase der Riedenburger. In der 22. Minute bediente Sebastian Schmid den mitgelaufenen Martin Bader im Strafraum, der aber am Reflex von Gästetorwart Harald Eiban scheiterte. Der Nachschuss von Schmid ging knapp links vorbei. Sebastian Schmid hätte kurz darauf nach einem Arnschwanger Abwehrschnitzer den Anschlusstreffer erzielen müssen, scheiterte aber freistehend ebenfalls an Eiban. In der Schlussphase der ersten Hälfte flankte Bader scharf nach innen, doch wieder behielt Eiban die Nerven und entschärfte den Schuss von Stefan Pollinger aus kurzer Distanz, ebenso den Nachschuss von Alexander Maier. So hätte es zur Pause auch gut und gerne Unentschieden stehen können – es blieb aber beim 0:3 aufgrund der mangelnden Chancenverwertung des TV.

Gleich nach der Pause konterte wieder Arnschwang, diesmal rettete aber Pöppel gegen den allein gelassenen Simml. Der nächste Nackenschlag folgte dann in der 51. Minute. Schiedsrichter Kenny Reuter sah ein Foul von Riedenburgs Florian Mayer im Strafraum. Routinier Petr Dlesk verwertete den Strafstoß souverän zum vorentscheidenden 4:0 für die Gäste. Nur Minuten später spielte der starke Gregori in den Lauf von Freimuth, der den Ball aus abseitsverdächtiger Position einschoss.

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Der einzig schöne Spielzug des TV gelang erst in der 71. Minute. Maier enteilte und flankte scharf nach innen, wo Stefan Pollinger den Ball nur noch zum 1:5 über die Linie drücken musste. Im direkten Gegenzug enteilte aber der starke Simml nach einem langen Ball und vollendete flach zum 6:1 für die DJK. Den Schlusspunkt setzte Routinier Martin Baumann, der aus kurzer Distanz sogar noch den siebten Arnschwanger Treffer erzielte.

TV Riedenburg: Pöppel, Förstl, G. Gabler, F. Simon, Kornprobst, Bader, St. Pollinger, Maier, Seb. Schmid (78. T. Schindler), M. Wittmann (46. Mayer), Hanke. Tore: 0:1 Augustin (3.), 0:2 Freimuth (9.), 0:3 Gregori (11.), 0:4 Dlesk (Elfmeter, 51.), 0:5 Freimuth (64.), 1:5 Pollinger (71.), 1:6 Simml (72.), 1:7 Baumann (90.+1).

Quelle: Donaukurier

Der Lieblingsgegner kommt

Der TV Riedenburg muss am Wochenende in der Bezirksliga Oberpfalz Süd fast schon zwangsläufig einen Sieg holen. Erstmals in dieser Spielzeit geht die Elf von Trainer Andreas Schäffer als Favorit ins Rennen. Morgen empfängt der TV Schlusslicht DJK Arnschwang, zugleich ein Lieblingsgegner der Riedenburger. Von acht Begegnungen haben sie dreimal gewonnen, fünf Partien endeten remis. Anpfiff ist um 13.30 Uhr.
tvr-burgweintingTrainer Andreas Schäffer darf mit der Leistung seiner Elf in den vergangenen Wochen zufrieden sein, denn aus vier Begegnungen holten sich seine Spieler acht Punkte. Der holprige Start scheint fast vergessen, wäre da nicht die bedrohliche Tabellensituation. Trotz der kleinen Serie haben die Dreiburgenstädter als 14. noch zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsrang, den aktuell der SV Burgweinting mit elf Zählern belegt. Der Aufwärtstrend ist aber erkennbar, die Mannschaft stemmt sich gegen die vielen verletzungsbedingten Ausfälle. Auch gegen Neutraubling sah es zuletzt lange nicht nach dem durchaus verdienten Punktgewinn aus, doch die zweite Hälfte scheint den Riedenburgern mehr und mehr zu liegen – konditionell stark hält die Schäffer-Elf auch über 90 Minuten die Konzentration hoch.Der Übungsleiter wird allerdings für das Samstagsspiel erneut mit Verletzungssorgen konfrontiert. Kapitän Sebastian Schmid, einer der Garanten für den Aufschwung, musste gegen Neutraubling mit einem vertretenen Knöchel raus, sein Einsatz ist fraglich. Sein Bruder Stefan fehlt urlaubsbedingt, so dass auch die Defensive erneut umgestellt werden muss. Verlass ist wieder auf Alexander Maier, der am vergangenen Wochenende wieder den Ausgleichstreffer erzielte – sein siebtes Saisontor. Schäffer selbst fehlt weiterhin aufgrund seiner Gesichtsverletzung, wird aber gegen Arnschwang wieder an der Linie stehen.Die Gäste aus dem Bayerwald müssen gut 120 Kilometer nach Riedenburg zurücklegen – nicht gerade einen Vorteil. Die DJK kommt mit dem jungen Trainer Martin Schönberger (36), der erst zu dieser Saison verpflichtet wurde, nur schleppend in Gang. Am vergangenen Wochenende feierte die DJK aber gegen Oberndorf den ersten Saisonsieg (1:0).

Sechs Punkte sind im starken Feld für die Gäste, die seit dem Aufstieg im Jahr 2008 durchgehend in der Bezirksliga spielen, aber zu wenig. Die Gründe sind auf dem Papier schnell gefunden, denn mit Jörg Kerscher, Martin Scheinherr und vor allem dem langjährigen Mittelfeldmotor Petr Davidek haben drei erfahrene Akteure den Verein verlassen. Die Verstärkungen scheinen diese Abgänge noch nicht kompensieren zu können. Trainer Martin Schönberger verstärkt die Defensive und brachte Mittelfeld-Youngster Dominik Gregori aus Neukirchen mit. Mit Sebastian Wagner schaffte es ein weiterer junger Abwehrspieler vom FC Zandt sofort in die Startformation. Für die Torhüterposition wurde mit Harald Eiban (Cham II) ein erfahrener Schlussmann nach Arnschwang gelotst. Ansonsten baut der Verein auf vier Spieler aus der eigenen Bezirksliga-Jugend (JFG Drei Wappen), für die der Sprung in den Herrenbereich noch ein sehr großer ist. Mit Anton Renner, Andreas Brunner und Tobias Simml fehlen zudem drei Akteure mit langwierigen Verletzungen.

Die Erwartungen hat die Vereinsführung schon vor der Saison angepasst. Nach einem guten fünften Tabellenplatz in der vergangenen Spielzeit ist als Zielvorgabe nun ein gesicherter Mittelfeldplatz ausgegeben. Die DJK ist bisher vorne zu harmlos und mit nur elf Saisontreffern aus elf Spielen auch in dieser Bilanz Schlusslicht. Die Riedenburger müssen gegen gewohnt kämpferische Arnschwanger trotzdem alles geben. Allein der Heimsieg der DJK in Oberndorf sollte Warnung genug sein.

Quelle: Donaukurier

Riedenburg macht Boden gut

Der TV Riedenburg schnuppert in der Bezirksliga Oberpfalz Süd Morgenluft und bleibt nach holprigem Start auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Gegen den TSV Wacker Neutraubling gelang es der Schäffer Elf wiederholt, nach einem zweimaligen Rückstand zurück ins Spiel zu finden, was am Ende mit einem durchaus verdienten 2:2 Unentschieden belohnt wurde. Riedenburg belegt nun mit neun Punkten den 14. Tabellenplatz und bleibt somit auf Tuchfühlung mit dem Relegationsrang.

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Von Beginn an machten die Gastgeber aus Neutraubling ordentlich Druck und erzielten so auch die frühe 1:0 Führung. Bereits nach fünf Minuten setzte Ex-Profi Yordan Todorov in der Mitte mustergültig Paschal Ekwueme in Szene, der nur noch aus kurzer Distanz einschieben musste. Gleich im Anschluss zog der engagierte Mittelfelddirigent Enis Saramati aus gut zwanzig Metern freistehen ab, schoss aber das Leder um Zentimeter links am Tor vorbei.

Riedenburg kam nach einer Viertelstunde erstmals gefährlich vor das Neutraublinger Tor. Stefan Schmid bediente Martin Bader, der im Strafraum den Ball sofort verwertete, aber in Torhüter Simon Albrecht seinen Meister fand. Kurz darauf lag der Ausgleich in der Luft, denn Alex Maier enteilte nach erneutem Zuspiel von Stefan Schmid – Maier scheiterte aber ebenfalls am Schlussmann der Gastgeber.

Nach einer guten halben Stunde war dann aber Riedenburg im Glück. Wieder zeigte Neutraublings Todorov seine Klasse und spielte sich über rechts in den Strafraum, bediente in der Mitte wieder Ekwueme, der sich aber völlig freistehend eine gefühlte Minute mit dem Torabschluss Zeit ließ und am Ende den Ball Michael Pöppel direkt in die Arme schoss.

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Pöppel war auch in der nächsten Aktion im Mittelpunkt, als er einen Schuss von Saramati gerade so noch um den Pfosten lenkte. Das hielt seine Elf im Spiel und Riedenburg wurde stärker. Alexander Maier ließ prallen auf Michael Wittmann, der aus zehn Metern aber am TSV-Keeper Albrecht scheiterte – der Nachschuss von Stefan Schmid zischte äusserst knapp rechts am Tor vorbei. Der Kapitän sorge für den inzwischen verdienten Ausgleich noch vor der Pause – Sebastian Schmid spitzelte einem Neutraublinger Verteidiger den Ball weg, umkurvte den Torhüter und schoss dann aus spitzem Winkel zum 1:1 Halbzeitstand ein.

Eigentlich hätte der angeschlagene Schmid schon verletzt eher ausgewechselt werden müssen – die Interimstrainer Mulzer und Bruckmeier ließen ihn noch drauf und wurden dafür belohnt. Kurz nach dem Seitenwechsel musste der Torschütze, der zuvor unglücklich sich den Fuß vertreten hatte, aber vom Platz – für ihn kam Stefan Pollinger. Neutraubling erwischte wieder den Blitzstart und erzielte gleich nach Wiederanpfiff die erneute Führung. Die TV-Abwehr ließ Yordan Todorov gewähren, der den Ball von der Strafraumgrenze aus über Torhüter Pöppel hievte und somit für das 2:1 sorgte.

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Riedenburg bewies aber wie schon in den Vorwochen eine tolle Moral und kam zurück ins Spiel. Martin Bader bediente in der Spitze Alexander Maier, der in Bedrängnis an Torhüter Albrecht scheiterte. Kurz darauf (72.) wurde der TV aber für seine Bemühungen belohnt. Diesmal zog Michael Wittmann drei Gegenspieler auf sich und legte dann auf den freistehenden Alexander Maier, der frei vor Torhüter Pöppel für den verdienten 2:2 Endstand sorgte.

TV Riedenburg: Pöppel, Förstl, G. Gabler, F. Simon, Kornprobst, Bader, Maier, St. Schmid, Seb. Schmid (49. Pollinger), M. Wittmann, Hanke

1:0 5. Paschal Ekwueme/Neutraubling, 1:1 41. Sebastian Schmid/Riedenburg, 2:1 47. Todorov/Neutraubling, 2:2 71. Alexander Maier/Riedenburg

Quelle: Donaukurier

Duell zweier Mannschaften in guter Form

Der TV Riedenburg scheint nach einer Durststrecke zu Saisonbeginn in die Spur gefunden zu haben. Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien sind die Dreiburgenstädter bis auf drei Zähler an den Relegationsrang heran gerutscht.

An diesem Samstag muss die Mannschaft von Trainer Andreas Schäffer zum bisher überzeugenden Mitaufsteiger TSV Wacker Neutraubling reisen, der den siebten Tabellenplatz belegt – Anpfiff ist um 16 Uhr.

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Endlich ist der Knoten für Riedenburg nach sieben Spielen ohne Sieg geplatzt. In den vergangenen Wochen war ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen und auch das sprichwörtliche Quäntchen Glück, das in knappen Begegnungen bisher fehlte, scheint nun in den entscheidenden Situationen zurückgekehrt zu sein. Wie schon am Wochenende zuvor, als sich der TV beim SC Regensburg aus einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3 erspielte, drehte die Schäffer-Elf auch am vergangenen Sonntag einen 0:2-Pausenrückstand gegen Burgweinting in einen 4:3-Heimsieg. Wenn man etwas an der starken zweiten Hälfte kritisieren konnte, ist das die mangelnde Chancenverwertung, denn Riedenburg hätte die Begegnung viel früher entscheiden können.

Die Moral stimmt also und die Mannschaft hat den frühen Abstiegskampf voll angenommen. Die alten Automatismen greifen wieder und auch TV-Lebensversicherung Alexander Maier scheint zu alter Stärke zurückzufinden. Maier traf in den vergangenen beiden Begegnungen jeweils doppelt. Viele junge Spieler wie Stefan Pollinger und Martin Bader übernehmen nun Verantwortung im Spielaufbau und auch Offensivkraft Michael Wittmann überzeugte nach seiner Einwechslung gegen Burgweinting. Hinten passieren noch zu viele vermeidbare Fehler, die es gegen starke Neutraublinger abzuschalten gilt. Schäffer fehlt aus privaten Gründen – für ihn dirigiert wieder Betreuer Matthias Mulzer an der Linie. Schäffer stand gegen Burgweinting nach seiner schweren Gesichtsverletzung erstmals wieder als Trainer an der Linie. Auch das Training leitet er wieder. Er ist aber noch gezeichnet von der Operation und hat noch mit den Folgen zu kämpfen. Die Lust am Fußball hat der Dauer-Verletzte aber noch nicht verloren. Er will der Mannschaft weiterhelfen – wenn möglich auch auf dem Platz. Wann und wie sich das umsetzen lässt, bleibt aber bis auf weiteres noch offen.

Gegner Neutraubling kann in den vergangenen drei Begegnungen auf dieselbe Serie wie der TV zurückblicken. Der VfB Bach (3:1) und Dietfurt (1:0) wurden bezwungen und am vergangenen Wochenende reichte es zu einem 0:0 gegen die SpVgg Lam. Der langjährige Co-Trainer Rafael Wodniok kann mit Platz sieben (14 Punkte) nach dem Aufstieg zufrieden sein. Vor der Saison übernahm er das Amt des Cheftrainers von Aufstiegstrainer Reinhard Diermeier. Gleichzeitig verließen vier Hochkaräter den Verein, vor allem der Abgang des Torschützenkönigs der Kreisliga 1 Regensburg, Ahmed Ahmedov (36 Tore), schmerzte sehr. Die Verstärkungen lassen sich aber ebenfalls sehen. Für das Tor wurde der bereits landesligaerfahrene Vladimir Moser geholt. Mit Tobi Bryant und Paschal Obinna Ekwueme wurde ein funktionierendes Sturmduo verpflichtet. Das neue Prunkstück ist aber das Mittelfeld. Tobias Trampnau spielte sich ebenso wie Enis Saramati vom Bayernligisten SpVgg Weiden in die Stammformation. Dreh- und Angelpunkt ist Neuzugang Yordan Todorov der bis zum Wechsel im Sommer lange Jahre für den bulgarischen Erstligisten PFC Montana seine Fußballschuhe schnürte. Am Wochenende fehlen mit Thomas Jäger, Michael Sacha und Neuzugang Armend Biljali drei Abwehrspieler verletzt. Zudem sitzt der defensive Mittelfeldspieler Peter Sebök eine Rot-Sperre ab.

Quelle: Donaukurier