Riedenburg ist doppelt gefordert

Die Fans des TV Riedenburg dürfen sich auf ein strammes Fußballwochenende freuen. Bereits heute müssen die Dreiburgendstädter erneut nach Undorf (18.30 Uhr) reisen. Das Saisonauftaktspiel war einem Unwetter zum Opfer gefallen. Am Sonntag steht das Derby in Hemau an (15.15 Uhr).
 

Endlich lief beim Bezirksliga-Absteiger TV Riedenburg in der Kreisliga 2 Regensburg einmal alles nach Plan, sodass die Schäffer-Elf mit einem ungefährdeten 3:0 über Ramspau im vierten Spiel den ersten Sieg einfahren konnte (wir berichteten). Mit einem erfolgreichen Wochenende hätte der TV jetzt die Möglichkeit, den Fehlstart wettzumachen und an das obere Tabellendrittel anzuschließen.

Schäffer scheint Gefallen an der Rotation gefunden zu haben, denn Trainingsfleiß wird prompt mit Einsatzzeiten belohnt. So rückte am vergangenen Wochenende Christian Donauer für Stefan Pollinger ins Team und auch Andreas Gabler aus dem Kreis der zweiten Mannschaft durfte mitwirken; er brachte viel Schwung ins Spiel. Michael Wittmann, der nach seinem Außenbandriss eine Blitzheilung hinlegte, wurde ebenfalls eingewechselt und kann am Wochenende wieder voll eingeplant werden. Alexander Maier, der von Trainer Schäffer am vergangenen Wochenende aufgrund seiner Vermählung frei bekam, ist ebenfalls wieder mit an Bord. Somit kann der Spielertrainer, der selbst wieder längere Einsatzzeiten vorweisen kann, auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Pech gehabt, dachte sich wohl so mancher TV-Anhänger nach dem Spielabbruch bei der Eröffnungspartie in Undorf. Das Unwetter schlug direkt zum Pausenpfiff in vollem Umfang zu und egalisierte die 1:0-Führung der Riedenburger.

Undorfs Trainer Reinhard Roderer dürfte mit dem bisherigen Saisonverlauf so gar nicht zufrieden sein, denn seine durchaus ambitionierte Mannschaft konnte sich bis dato nur einen Punkt – durch ein torloses Remis in Ziegetsdorf – erspielen. Die restlichen Begegnungen gegen Ramspau (0:2), Hemau (2:3) und Spitzenreiter Viehhausen (1:2) gingen verloren. Wie ernst die Partie gegen Riedenburg angegangen wird, zeigte sich, als Roderer das Ramspau-Spiel in Riedenburg persönlich verfolgte. Die Mannschaft ist im Großen und Ganzen noch immer diejenige, die sich in der vergangenen Spielzeit den dritten Platz erspielt hatte. Das neu verpflichtete Hainsacker-Dreigespann Maximilian Mayer, Fabian Nett und Maximilian Politzka konnte sich sofort in die Stammelf spielen und bietet defensiv noch mehr Alternativen. Offensiv ist stets auf Impulsgeber Markus Gschlößl sowie die Routiniers Florian Alkofer und Mathias Scheimer, der Landesliga-Erfahrung aufweist, zu achten.

Der Sonntags-Gegner TV Hemau ist für die Riedenburger auf dem Papier aktuell der härtere Kontrahent. Trainer Roland Renner, der im vergangenen Jahr noch die U 19 der JFG Tangrintel betreute, kann mit der aktuellen Bilanz seiner Truppe zufrieden sein. In den bisherigen fünf Partien holte Hemau respektable acht Punkte. Gegen Velburg (3:0) und Undorf (3:2) gab es zwei Siege zu verbuchen. In Kareth-Lappersdorf und beim SV Töging gab es jeweils ein 1:1-Remis. Geschlagen geben musste man sich nur beim Überraschungsteam Breitenbrunn (0:3). In Hemau zahlt sich nun die gute Jugendarbeit der vergangenen Jahre aus. Mit Michael Ferstl, Sebastian Griebel, Simon Schels, Andreas Gebhardt und Leon Hernandez stießen gleich fünf Nachwuchskräfte zur Mannschaft. Mit dem jungen und agilen Dennis Sambou hat Hemau im Mittelfeld eine neue Alternative – Sambou erzielte bei Donaustaufs Reserve immerhin sechs Treffer.

Freuen darf sich die Schäffer-Elf auf ein Wiedersehen mit Michael Schels, der sich nach einem halben Jahr in Riedenburg wieder seinem Heimatverein anschloss, dort aber bisher nur sporadisch eingesetzt wurde. Prunkstück ist das Mittelfeld, denn Michael Maier und Alexander Burghardt trafen bereits jeweils dreimal. Zudem bringt der ehemalige Landesliga-Kicker Fabian Seitz viel Erfahrung in sein junges Team.

Quelle: Donaukurier